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Archiv der Kategorie Vater mit dem Sohne

Mutig ist er ja schon

Am Samstag war ich mit dem Großen in einem kleinen Familienzirkus.
Übrigens geschickt eingefädelt, die Artisten klappern mit Tieren im Gepäck die Kindergärten ab, verteilen Ihre Sondereintrittskarten und fixen die Kleinen schon mal an.

Tja, Nein sagen, wird einem in dem Fall echt erschwert. Der Große freute sich bereits darauf, wollte auf einem Kamel reiten und unbedingt Schlangen streicheln. Okay, ich bin mit dabei.

Für unseren Großen war es den Samstag nochmal so schwer, denn er musste für sich allein eine Entscheidung treffen.
Weiter mit den Nachbarskindern spielen und “nebenbei” Inliner laufen lernen, oder in den Zirkus gehen.
Es gab Tränen, Trost und doch entschied er sich für den Zirkus.

Zum Glück trafen wir dort auch seine besten Kindergartenfreunde, was den Spaß gleich verdreifachte. Die Vorstellung war nett und wirklich kindgerecht. Kein Roncalli, kein Busch, aber nett.

In der Pause durfte man zu den Tieren und unser Großer war nicht mehr zu halten.

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So ging es auf dem Rücken des Kamels einmal in die Runde und später noch zu den Schlangen, Pferden, Ponys und und und.

Im zweiten Teil der Vorstellung wurden für eine lustige Einlage (Spiel mit Mützen und einem Pony) immer zwei Kinder gesucht und was soll ich sagen, aus seiner Gruppe war er der Einzige der sich gemeldet hat und tatsächlich genommen wurde.
Es war super und wir haben alle herzhaft lachen müssen. Ich bin immer wieder stolz auf seinen Mut und seine Energie.

Tipp Vorlesebuch - Rita das Raubschaf

Stehen eure Kinder auf Piraten? Mögen Sie Geschichten über Piraten?

Dann ist die Geschichte von Rita genau die richtige Wahl.
Rita das Raubschaf ist witzig geschrieben, bietet kurzweilige Unterhaltung und hat zudem noch eine kleine Botschaft zu vermitteln.

Glaub an dich, Träume sind wichtig und sie zu erleben noch viel mehr.

Unser Großer hat sich grad ganz aktuell wieder für diese Gute-Nacht-Geschichte entschieden und ich muss sagen, mir macht sie auch immer wieder Spaß.

Der Inhalt:

Rita hat rebellische Anwandlungen: Das stupide Grasen und Kötteln ihrer Herdengenossen reicht ihr längst nicht mehr aus; sie träumt von der großen weiten Welt und dem Piratendasein. Da begegnet ihr Ruth, ein ausgebüchstes Rosettenmeerschwein, das es satt hat, immer nur süß zu sein. Gemeinsam beschließen die beiden Tiere in See zu stechen …

Kleiner Hinweis, es gibt auch schon eine Fortsetzung: Rita das Raubschaf und der Ruf der Karibikwölfe

Lauf, mein Kleiner

Ich möchte es nicht versäumen, hier auch einige “Meilensteine” unseres Kleinsten festzuhalten.

An der Hand läuft er ja schon recht gern und gut. Seit dem Wochenende traut er sich auch zu, größere Strecken allein zu gehen. Es wird täglich mehr und ich denke nicht mehr lang und er läuft mit seinem Bruder um die Wette.

Sehr niedlich, immer wieder….

Lauf mein KleinerLauf mein Kleiner

Herbstbastelei

Wie ich ja schon geschrieben hatte, lagen hier zwei Kürbisse zum schnitzen bereit.

Am Samstag habe ich mich also an die “Arbeit” gemacht und das ist dabei herausgekommen.

Da wir noch nicht Ende Oktober haben, eher herbstlich, als gruselig und für den Kleinsten in der Familie sein Lieblingstier.

HerbstbasteleiHerbstbastelei
HerbstbasteleiHerbstbastelei
HerbstbasteleiHerbstbastelei

Im nächsten Monat wird es dann wiederholt, neue Motive, neuer Spaß.

Tipp Vorlesebuch - Sam und das Meer

Geschichten mit einem gewissen Tiefgang und einer Botschaft darin, sind nicht unbedingt Kinderlektüre.

Nein, dass kann man so nicht sagen, es gibt diese kleinen, feinen Ausnahmen.

Eine dieser Ausnahmen ist Sam und das Meer.

Glaub an dich und an deine Träume, diese Aussage wird wunderbar in diesem kleinen Buch vermittelt und macht selbst mir als Vorleser eine wohlige Gänsehaut.

Der Inhalt:

Sam, die Flussratte, träumt vom Meer. Nichts kann ihn aufhalten, nicht die Skepsis der Nachbarn, die Zweifel von Herrn Dinkel oder Frau Gerstenkorn. So baut er sich ein Boot, das ihn hinaus in die Ferne tragen soll. Und eines Tages segelt er davon … Daheim sorgen sich alle um ihn und vermuten das Schlimmste. Bis eines Tages eine Möwe einen Zettel über Sams verlassenem Haus fallen lässt: Macht euch bitte keine Sorgen - ich bin glücklich.

Mein Dank geht hier an Kojote, durch den ich auf dieses Buch aufmerksam wurde.

Tipp Vorlesebuch - Monsternacht und Geisterstunde

Heute möchte ich mal ein Buch vorstellen, welches sich an die größeren Kinder richtet (empfohlen ab 5 Jahre).

Unser Großer mag es gern ab und an mal gruselig, diesen kleinen Schauer, der über den Rücken wandert.

Gruselgeschichten für Kinder zu finden, ist nicht so leicht, aber auch hier haben wir ein tolles Buch gefunden:

Monsternacht und Geisterstunde

Das Buch hat verschiedene “Gruselstufen”, die durch Fledermäuse angezeigt werden. Die Geschichten sind zum Teil auch einfach nur lustig.
Unser Großer mochte natürlich die, mit den meisten Feldermäusen am liebsten. Und wenn es tatsächlich mal zu gruselig wurde, lasen wir noch ein Märchen oder Fischbrötchen hinterher ;)

Zum Inhalt:

Kerzengerade sitzt Raul in seinem Bett. Wo kommt das geheimnisvollen Klopfen her? Ob da ein Vampir in der neuen Küchenbank haust? In der Geisterschule wird das Lilapumm endlich einmal so richtig böse, Bastians neuer Nachbar hütet ein finsteres Geheimnis und Marlon begegnet einem schaurigen Monster mit einem ganz eigenartigen Problem …

Ein gruselig-schönes (Vor-)Lesevergnügen aus der Feder von Johann Wolfgang von Goethe, Mirjam Pressler, Eduard Mörike, Wilhelm Busch, Sarah Bosse, Ahmet Zappa und vielen anderen.

Outdoorhelden

Ich hatte ja unserem Großen versprochen, dass wir im Urlaub zelten würden.
Nun ja, leider hatte der Sommer in unserem Urlaub nicht die besten Wettertage und wir mussten das Projekt ein wenig verschieben.Meine Mission heute Nacht. "Outdoor" campen mit dem Großen

Am letzten Wochenende war es nun soweit, das Wetter spielte mit und wir hatten Zeit. Natürlich hätte man es auch bei jedem anderen Wetter angehen können, doch ich denke für das erste Mal draußen schlafen, darf es schon nett sein. Das dieses eine gute Wahl war, zeigte sich am nächsten Tag, dazu jedoch später mehr.

Ich baute also das Zelt auf und richtete unsere Schlaflager mit Isomatte und Schlafsack her. Das Zelt ließ sich übrigens super einfach aufbauen und bot genug Platz für 1 1/2 Personen.

Zuerst stand noch grillen im Garten an, später unser üblicher Abendablauf und dann sollte es ins Zelt gehen. Entsprechend aufgeregt war unser Großer und wollte schon am liebsten um 19 Uhr ins Zelt und schlafen gehen. Viel zu früh, es war nicht mal dunkel.

Man hat ja als Vater so eine Vorstellung, wie so ein Abend ablaufen kann, richtet sich auf die eine oder andere Situation ein, dass es jedoch so kommen würde, hatte ich nicht erwartet.

Im Zelt angekommenGegen halb neun ging es nun raus in den Garten und ab ins Zelt. Es dämmerte bereits und wir waren gut gewappnet. Taschenlampe und Einschlaflektüre mit dabei.

Da lagen wir also in unseren Schlafsäcken, schauten durch die Zelttür nach draußen, überlegten, was wir so alles hören und sehen könnten. Lauschten nach den Tieren im Garten, suchten nach der Fledermaus am Himmel, staunten über die Sterne in dieser klaren Nacht, planten für das nächste Mal ein Lagerfeuer.
Wie es richtig dunkel war, erzählten wir uns Gruselgeschichten, bis wir vor Müdigkeit nicht mehr die Augen aufhalten konnten…

Tja, so hätte es sein können, es war jedoch ganz anders…

Um halb neun krabbelten wir in unser Zelt, kuschelten uns in die Schlafsäcke und ich fragte, ob wir nicht noch ein wenig aus dem Zelt schauen wollten.
Nö, lieber ganz zumachen, ist ja viel spannender. Okay…
So plauderten wir noch kurz (keine zwei Minuten), als unser Großer bereits nach seiner Gute-Nacht-Geschichte verlangte. Okay…
Tja, drei kurze Geschichten später schlummert der Große neben mir, es war kurz nach neun und ich lag wach daneben.

Am nächsten Morgen wachten wir recht früh auf und ich konnte feststellen, dass unser Großer wirklich ohne Unterbrechnung durchgeschlafen hatte. Keine Trink- oder Pinkelpause in der Nacht, nichts.
Dafür war er stolz wie Bolle, dass er die ganze Nacht draußen geschlafen hatte.

Leider konnte ich auch feststellen, das die Belüftung in unserem Zelt eher mangelhaft war. Es glich “nett umschrieben” einer Tropfsteinhöhle.
Die Tropfen hingen an den Zeltwänden und vielen regelmäßig nach unten, alles war klamm und feucht. In der Beziehung ist das Zelt durchgefallen, einzig die Schlafsäcke sind zu gebrauchen. Keine Feuchtigkeit im Inneren, schön warm, aber nicht, das man darin schwitzen würde.

Aus diesem Grund war ich auch froh, nicht eine Regennacht für das campen gewählt zu haben. Wer weiß, ob wir nicht untergegangen wären und ob unser Großer Lust gehabt hätte, diese Aktion zu wiederholen.

Fazit dieser Outdoornacht.
- Meist kommt es anders, als man denkt
- Unsere Kinder haben nun ein Spielzelt für draußen
- das nächste Zelt wird ein wenig größer sein und eine bessere Belüftung bieten
- es hat trotz allem Spaß gemacht und wird wiederholt werden, dann bestimmt auch mit einem Lagerfeuer, schließlich soll der Herbst ja auch noch ein paar schöne Tage haben

Sonnenscheingedanken

Wer braucht schon den Sommer und die Sonne, wenn er einen kleinen Sonnenschein zu Hause hat?

Urlaub 2011Ich schrieb ja schon mal, dass unser Jüngster hier noch ein wenig zu kurz kommt, was ich heute mal ändern werde. Für einen Geburtstagseintrag ist es jetzt fast vier Wochen zu spät, also schreibe ich hier einfach mal auf, was mir so durch den Kopf ging und geht.

Noch immer habe ich das Bild vor Augen, als ich dich in der Nacht deiner Geburt für 20 Minuten auf der Intensivstation allein besuchen durfte. Ich konnte deine kleinen Finger streicheln, dein Gesicht.

Du warst so klein, zart…. mein Sohn.

Mir gingen Gedanken durch den Kopf, wie schafft man es, Liebe gerecht aufzuteilen, wie bekommt man(n) alles unter einen Hut? Wie würden wir als Familie “funktionieren“? Achterbahngefühle, auch wenn ich nie Achterbahn fahren würde….

Ich denke solche Gedanken sind normal für Väter und Mütter, grad wenn eine Situation neu ist.

Jetzt bist du mittlerweile 1 Jahr alt. Hallo! Ein Jahr! Wo ist die Zeit geblieben?

Manchmal kommen diese Gedanken wieder, aber diesmal gibt es Antworten auf diese Fragen.

osnabrück_2011Unsere Familie ist mit dir reicher geworden. Reicher, lauter und wuseliger, aber genau so soll es sein. Leben spüren, hören, fühlen.

Ich genieße die Momente, wenn ich von der Arbeit komme und du freudig aufrufst und zu mir gekrabbelt kommst. Ich genieße die Momente, dich auf meinem Arm zu tragen, dich an die Hand zu nehmen, dich bei deinen ersten Schritten zu begleiten. Ich mag es dich zu beobachten, wie du deinen Platz in unserer Familie suchst und findest.
Ich mache gern Unsinn für dich, sehe mit einem Lächeln, wie dein Bruder mit dir Faxen macht.DSC01706
Für unseren Großen war es schließlich ein richtiger Einschnitt in seinem bisherigen Leben. Natürlich ist er manchmal eifersüchtig auf dich, wer würde das nicht verstehen, aber er sagt auch sehr oft, das es keinen besseren Bruder für ihn gäbe. Du schaffst es halt, jeden um den Finger zu wickeln.

Kann man Liebe gerecht aufteilen? Nein! Gerecht mit Sicherheit nicht, aber man kann es jeden Tag neu versuchen. Hier wächst man mit seinen Aufgaben. Ich hätte nie gedacht, das es möglich sei, noch mehr Liebe aufzubringen und du hast mir gezeigt das es geht.
Die Liebe wird nicht einfach geteilt, sie ist da, für jeden in unserer kleinen Familie. Mal bekommt der eine mehr davon, mal der andere. Viel wichtiger jedoch ist, das sie da ist.

Urlaub 2011Bekommt man(n) alles unter einen Hut? Nein! Es geht nur mit einer starken und wunderbaren Frau an der Seite. Rückhalt und Sicherheit. Der ruhende Pol und die helfende Hand. Da bleibt nur ein kleines Danke, für eine große Tat.

Nun aber zurück zu dir, der kleine Sonnenschein in unserem Leben.

Ich hoffe du bleibst dieser fröhliche und neugierige Mensch, der du jetzt schon bist. Setze dich weiter durch und bleib so stark, wie ein kleiner Kerl nur sein kann.

Tipp Vorlesebuch - Schokolade am Meer -

Ein weiteres, wirklich schönes Buch ist Schokolade am Meer von Antonia Michaelis.

Das Buch hat mir fast besser gefallen, als unserem Großen.

Wenn Nikla und Papa am Sonntag ins Café gehen, dann gibt es für Nikla Schokolade, für Papa Kaffee und für beide eine Geschichte. Denn wenn man genau hinsieht, steckt in jedem noch so unscheinbaren Ding eine herrliche Idee.

Warum eine falsch geknöpfte Jacke eigentlich die Geschichte von zwei verliebten Bären erzählt? Oder ein Wattewölkchen am Himmel die vom Bettenfachverkäufer Schmaunzenberg? Oder die schwarze Katze auf der Terrasse die der verfrorenen Opernsängerin Sieglinde?

Das wissen nur Nikla und ihr Papa …

Buchtipp zum Vorlesen - Fischbrötchen -

Ich wollte schon seit Ewigkeiten mal unsere Vorlesebücher als Buchtipp weitergeben, und nun nehme ich mir mal die Zeit dafür. Beginnen möchte ich mit unserem absoluten Klassiker…

Sie ist bei uns ein Garant für ein friedliches und entspanntes einschlafen. Fischbrötchen: Aus dem Leben einer naseweisen Schildkröte, von Fredrik Vahle.

Fischbrötchen ist neugierig, frech und lustig. Genau die richtige Mischung, um unseren Großen ins Bett und ins Land der Träume zu bringen.

Fischbrötchen trifft verschiedene Tiere (eine fliegende Kuh, den Maulwurf auf der Suche nach dem Entenquack), sie geht zum Frisör, überwindet ihre Angst und nimmt z.B. an einer Weltmeisterschaft teil.

Wunderbare, kurze Geschichten, die nicht nur den Kleinen gefallen. Die Empfehlung sagt zwar erst ab vier Jahre, unser Großer liebt sie jedoch schon, seit er drei ist und ich denke unser Kleiner wird sie später auch mögen.