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Das wahre Leben Teil 3
So, nun stand er also fest, der Termin, der unsere Familiensituation zusätzlich ändern sollte. Wie das so ist, man witzelt hier und da und macht Scherze, das unser Kleiner doch bitte bis nach dem 05.08. sich gedulden soll.
Wahrscheinlich haben wir einfach zuviel davon gesprochen.
Egal, ein weiteres Ereignis stand an, mein Geburtstag. Es wurde ein toller Tag mit meinen Beiden und den Tag drauf kam meine gesamte Familie zu Besuch. Es wurde geplaudert, gegessen, über die Möglichkeiten eines eigenen Hauses diskutiert. Also was man machen sollte, was nicht, etc.
Vor dem Kaffee sind wir alle spazieren gegangen, natürlich auch unser Objekt der Begierde betrachten und der Familie zumindest mal von außen zeigen.
Alle waren begeistert (wie wir) und auch von dem Umfeld überzeugt. Keines der Häuser in der Nachbarschaft hat mehr als zwei Etagen, hinter dem Grundstück ist ein Grünstreifen mit Rad- und Fussweg, dahinter nur Reihenhäuser. Unser Stammspielplatz seit Finns Geburt liegt keine drei Fussminuten entfernt, zum Kindergarten ist es nicht weiter als zuvor und wenn man dem Straßenverlauf folgt und kurz in eine Seitenstrasse anbiegt, sieht man bereits die Grundschule.
Mit diesem guten Gefühl gingen wir alle zurück, tranken Kaffee, genossen den Kuchen und den Nachmittag im Kreise der Lieben. Irgendwann Abends lag unser Kleiner völlig erschlagen vom Tag im Bett und wir zwei gönnten uns auf dem Sofa noch einen kleinen Snack. Und schwupps… plötzlich zitterte ich am ganzen Körper, konnte mich kaum auf den Beinen halten und entschied mich spontan dafür, unter der Decke auf dem Sofa zu bleiben.
Mir wurde heiß und kalt, der Schweiß lief mir in Strömen und ich weiß nicht, wen es in dem Moment mehr erschrocken hat, mich oder die Frau Nike. Von einem Moment zum nächten hatte ich auch Kopfschmerzen und fühlte mich ziemlich elend.
Die Nacht verbrachte ich unter Decken auf dem Sofa, da ich einfach nicht schlafen konnte. Nassgeschwitzt und total übermüdet, fand und suchte ich dann noch mehrfach die Toilette auf (keine Details), um irgendwann Montagmorgen gegen sechs Uhr einzuschlafen. Geschlafen habe ich bis knapp fünfzehn Uhr, fühlte mich aber kein bißchen besser. So ging es abend noch zum Arzt und siehe da… Virusinfekt. Der Arzt war aber zuversichtlich, dass ich bereits am Dienstag schon Besserung verspüren sollte. Er sollte nicht irren, auch wenn sich diese erst nach viel Schlaf am Nachmittag einstellte. Bereits am Mittwoch saß ich wieder im Büro, nen bißchen weiß um die Nase, aber soweit fit.
Den Mittwochnachmittag haben wir bei angenehmen Wetter genießen können und auch die Rückmeldung von Frau Nike nach dem Besuch beim Frauenarzt war mehr als entspannt, denn es tat sich noch so rein gar nichts. Keine Wehe auf den CTG, dem Kleinen in ihrem Bauch ging es prächtig und er hatte ja auch noch ein wenig mehr als eine Woche Zeit. Wie immer gingen wir so gegen 22:30 Uhr schlafen, voller Vorfreude auf den wichtigen Termin am Donnerstagabend um 18 Uhr, der unsere Wohnsituation für immer verändern sollte.
Morgens, am 05.08., um kurz nach 4 Uhr, weckten mich die folgenden Worte, die du als werdender Vater nicht unbedingt hören möchtest: “Schatz, wach auf, ich habe Blutungen!“
Fortsetzung folgt…
