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Archive für 7.8.2010

Das wahre Leben Teil 2

Plötzlich stand mein Urlaub vor der Tür. Zwei Wochen. Ein letztes Mal zu Dritt Zeit füreinander haben. Zeit für Finn, Ausflüge, Spaß und ein wenig mehr Ruhe für die werdenden Mutter… dachten wir.

Meine zwei Urlaubswochen fielen in diese unglaubliche Hitzeperiode des diesjährigen Sommers und so fielen längere Ausflüge nichts direkt ins Wasser, aber der Hitze zum Opfer. Zum einen bringen Ausflüge in Freizeitparks bei gefühlten 45 Grad niemandem etwas und auch die Frau Nike muss mit Bauch nicht die ganze Zeit bei den Temperaturen unterwegs sein.
Was blieb, waren Besuche der Badeinsel in Steinhude, Besuche bei meinen Schwiegereltern, als es ein wenig “milder” war der Zoo, eine Bootsfahrt auf dem Steinhuder Meer, das Schützenfest und sonst kalt duschen und viel viel Eis essen.

Die zwei Wochen verglühten wie im Flug und schon saß ich wieder im Büro. Wenigstens hatten wir noch ein letztes Mal unsere Zeit zu Dritt genossen und ich denke auch für Finn waren es tolle zwei Wochen.
Ich muss irgendwann mal die Bilder nachliefern, aber nicht mehr heute.

Doch etwas tat sich doch noch in der Zeit meines Urlaubs und zwar auf dem Immobilienmarkt. Drei Häuser die nicht unterschiedlicher sein konnten, davon ein Objekt, welches wir schon Anfang des Jahres einmal im Blick hatten. Zu dem damaligen Zeitpunkt aber weit über unserem Limit. Ich hatte da zwar mal angerufen und erfahren, dass es sich um ein “Scheidungsobjekt” handelt, doch auf eine Besichtigung hatten wir verzichtet, nicht das es uns nachher noch gefällt…

Die beiden anderen Objekte waren im Nachbarort (ihr seht, mit der Zeit geht man Kompromisse ein), eines können wir aus unserem jetzigen Schlafzimmerfenster in der Ferne sehen, ein weiteres mehr im Ortskern, direkt an einem tollen See mit kleinem Park. ABER…

Das Haus am See, war erneut ein Reihenmittelhaus und machte einen guten Eindruck, doch der Garten war eher…. ich umschreibe es mal mit klein, aber einer Besichtigung hätte erstmal nichts im Wege gestanden.
Das Haus in Sichtweite dagegen viel direkt durch. Zwar ein Reihenendhaus mit großen Grundstück, dieses dafür aber trotzdem klein und ich sage es mal nett, das Haus war nicht gerade in Schuss gehalten.
Besichtigung… Never.

So blieb also noch das “Scheidungsobjekt”.
Eine Doppelhaushälfte, der Preis passte mittlerweile “fast” und die Lage war aus unseren Augen einfach unglaublich ideal. Luftlinie 500 Meter entfernt, verkehrsberuhigte Zone, Carport und zusätzlicher Stellplatz vor dem Haus. Kleiner Vorgarten mit Terasse und großer Garten mit Terasse hinter dem Haus. Fassade bereits wärmeisoliert, Dachgeschoss ausgebaut und isoliert. Ein Haus mit Geschichte, sprich nicht das jüngste, aber sehr gut in Schuss.
So machten wir einen Termin für die Besichtigung aus und was soll ich sagen, es passte. Wohn- und Esszimmer im Erdgeschoss, Küche mit Zugang zur Terasse und dem Garten, ein Gäste-WC. Zwei tolle zukünftige Kinderzimmer in der ersten Etage, die mit einem tollen Extra aufwarten können. Die Zimmer haben Einbauschränke und auch im Flur ist ein weiterer Einbauschrank zu finden. Bad, Arbeitszimmer mit Aufgang zum Dachgeschoss (der aber noch entschärft werden müsste, denn die derzeitige Raumspartreppe ist nichts für Kinder). Unter dem Dach würden wir unser Schlafzimmer unterbringen und den verbleibenden Platz noch neu gestalten können.
Der Garten hat neben einem Gerätehaus noch eine “Partybude” mit eingebautem Kamingrill, das selbst Familenfeiern nichts ins “Wasser” fallen müssen. Trotz dieser beiden Bauten ist noch reichlich Platz zum spielen, toben, einem Sandkasten, einer Schaukel oder vielleicht sogar einem Holzhaus. Wer weiß.

Mit diesen positiven Eindrücken verließen wir mit dem Makler das Haus und uns war klar, es geht nur noch um den Preis. Wir gaben unser Angebot ab und siehe da, am nächsten Tag erhielt ich die Rückmeldung, dass der Verkäufer unsere unterste Preisgrenze akzeptiert hat. Wenn ich ehrlich bin, ich hätte das nicht für möglich gehalten.
So warfen wir also wieder diese Maschinerie in Betrieb. Die Darlehensverträge der Bank wurden schnellstens (auch in Hinblick auf die baldige Ankunft unseres zweiten Kindes) unterschrieben. Unser Notar hatte mir schon den Vertragsentwurf zukommen lassen und eh wir uns versahen, stand der Termin für die Beurkundung.

Der 05. August 2010…. na? Klingelt es bei euch? Fortsetzung folgt…

Das wahre Leben Teil 1

Wie ich gestern schon schrieb, war es keine Blogunlust, die es hier hat so still werden lassen, sondern das wahre Leben in all seinen Variationen.

Den kleinen Moment der Ruhe nutze ich mal für einen kurzen Rückblick…

Seit wir wissen, dass wir zu viert sein werden, stellte sich die Frage, die sich bestimmt alle werdenden Eltern stellen. Bekommen wir das alles hin und bekommen wir das alles hier in unseren vier Wänden hin?
Das wir ein zweites Kind wollten stand außer Frage und das wir dieses alles irgendwie schaffen werden auch, doch beim zweiten Teil der Frage waren Zweifel vorhanden.
Wir haben hier zwar eine schöne große Wohnung und Finn ein tolles Zimmer, doch wenn sein Bruder auf die Welt kommt, wird diese heile Welt ein wenig zu “eng”. Ist das der Nestbautrieb, der auch uns Männer irgendwie erreicht, oder eher der Gedanke, seiner Familie etwas bieten zu können? Wie auch immer, Anfangs des Jahres saßen wir nun also vor unserem Bankberater, ließen bildlich gesprochen die Hosen herunter und siehe da… Familie 5mal5 konnte entspannt nach einem Eigenheim suchen. Keine Bedenken seitens der Bank und auch die Planrechnung zeigte uns auf, dass wir besser darstehen, als gedacht.

Mit den Zahlen im Kopf und einem starken Partner an unserer Seite, begaben wir uns auf Immobiliensuche. Selber bauen kam für uns nicht in Frage und den Wohnort wollten wir ebenso nicht wechseln. Ja, selbst Finn sollte so wenig wie möglich aus seinem gewohnten Umfeld “gerissen” werden, wenn seine Eltern die Familienzukunft planen.
Diese Vorgaben schränken die Auswahl ein und so gingen Tage, Wochen und ja Monate ins Land, bis wir das fanden, was wir uns vorgestellt hatten (ich zähle jetzt nicht die Objekte auf, die wir so alle besichtigt haben, Mann Mann Mann, ich könnte Geschichten erzählen… vielleicht später einmal).
Ein gemütliches Reihenmittelhaus, Garten nach meinen Vorstellungen (sprich Platz für Kinder), bezahlbar und der Clou, gegenüber der Grundschule. Das Ganze nicht mal 2 km von uns entfernt. Wir besichtigen das Haus, den Garten, Keller, usw und dachten nur… Jepp, das ist es. Schnell wurden wir uns mit dem Verkäufer einig, ließen die entprechende Maschinerie anlaufen und hatten nur noch den Beurkundungstermin vor uns, als… ihr ahnt es… kurz vor dem Abschluss sprang der Verkäufer ab. Konnte die Finanzierung für sein eigenes Folgeobjekt nicht wuppen und musste einsehen das eine Vorherplanung besser ist, als eine Danachablehnung. Wie auch immer, der Deal war geplatzt und Familie 5mal5 stand wieder da, wo sie angefangen hatte. Stichwort Immobiliensuche…

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