Archive für 1.10.2008

Vom nassen Arsch bekommen…

und so…

Es war ja eigentlich klar. Ich musste mal kurz die Innenstadt von Wunstorf aufsuchen, um ein paar Besorgungen zu machen und was passiert?
Richtig! Es fängt zu schütten an, wie nichts Gutes.
Unnötig zu erwähnen, dass ich keinen Schirm dabei hatte, denn kurz zuvor schien ein wenig die Sonne und es war trocken.

Doch von Anfang an….

Das Wetter ist hinterhältig hier in der Region Hannover. Es wiegt dich in Sicherheit, umschmeichelt dich, lockt dich vor die Tür, um dann unerbittlich zuzuschlagen.
Kaum die Hälfte des Weges zurückgelegt, fing es ganz zart an zu regnen. Zu einem Tropfen gesellte sich der nächste, um von einen Moment zum anderen in einen wahren Platzregen überzugehen.
Ich rettete mich in einen Drogeriediscounter (doch noch nicht auf Euro umgestellt ist) und schaute sehsüchtig zu meinem eigentlichen Ziel. Die Weltbildfiliale genau gegenüber. Da lag sie vor mir, zum greifen nah und doch nicht zu erreichen. Naja, sie wäre schon zu erreichen gewesen, aber wenn ich durch den Regen und Sturm gelaufen wäre, hätte ich ausgesehen, wie “The Swamp Thing”, da nicht nur der regen peitschte, sondern einem auch die Blätter von den Bäumen um die Ohren flogen.
Das schöne an einem Platzregen ist ja, das er genauso schnell aufhört, wie er beginnt. Das war hier auch so. Der Regen mäßigte sich, die Blätter fegten noch immer über die Fusgängerzone. Ihr könnt ahnen, wie mein Gedanke war… “Egal, ist ja nur ein kleines Stück
Wer auch immer meine Gedanken dort oben gehört hat, er hatte ein einsehen und lies mich einigermaßen trocken feucht ankommen. Hatte er wirklich ein einsehen? Nein, der da oben zeigte sich besonders humorvoll. Er wartete ab. Geduldig ließ er mich durch den Laden streifen. Kein lautes Prasseln, kaum Wind.
Nach meiner erfolglosen Suche nach den Artikeln auf meiner Liste sprach ich die Verkäuferin an und bat um kurze Hilfe. Anmerkung: Ich irrte dort schon einmal orientierungslos umher, um den gewünschten Artikel dann an exponierter Stelle am Eingang präsentiert zu bekommen. Doch diesmal… Fehlanzeige. Keine Möglichkeit, mich erneut bei meinem Schwiegervater einzuschleimen beliebt zu machen. Keine kleine Überraschung für unseren Wicht. Keine Dekosachen für die Beste… Nichts vorrätig!
Ein Blick aus dem Schaufenster zeigte wettertechnisch keine Veränderung, so dass ich mich entschloss, die kurze Wetterpause zu nutzen, um ins Büro zurückzukehren. Ich bin ja nicht aus Zucker! Bestellen kann ich ja zur Not auch über das Internet.
Tja, genau das hätte ich nicht denken sollen. Ich hatte keine fünf Meter draußen zurückgelegt, da legte sich der Wettergott ins Zeug. Ich durfte mich erneut unterstellen und dem Treiben in der Fussgängerzone zusehen. Was sagte ich noch zu meinem Kollegen? In zehn Minuten bin ich zurück. Ha!
Also wartete ich eine angemessene Zeit ab, und diesmal hatte der dort oben wirklich ein einsehen. Es regenete nicht mehr wie aus Eimern, sondern beständig vor sich hin. Naja, genauso beständig wurde ich auf meinem Weg zurück nass.

Mantra zum heutigen Tag: Ich bin nicht aus Zucker, ich bin nicht aus Zucker, ich bin nicht aus Zucker, ich bin…..

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